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So meistern Sie mit einer Freigänger Katze Umzug und Eingewöhnung

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Freigängerkatzen haben innerhalb und außerhalb der Wohnung ein festes Revier, das ihren Alltag auf artgerechte Weise strukturiert. Ein Umzug ist für diese Katzen besonders schwer, weil sie ihre gesamte Beschäftigungsgrundlage verlieren. Der abrupte Revierwechsel löst deshalb häufig Stress, Aggressionen oder sonstige Verhaltensmängel aus.

Was ist beim Umzug mit Freigängern zu beachten?

Ein Umzug bedeutet für die Katze, dass sie ihre gewohnten Plätze (sowohl in der häuslichen als auch in der nachbarschaftlichen Umgebung) aufgeben muss. Das ist für sie ein enormer Verlust, weil damit gleichzeitig ihr Revier, ihre Tagesroutine und ihr lokales Sicherheits- und Zugehörigkeitsgefühl abgegeben wird. Für die Katze ist der Umzug also eine Entwurzlung, auf die sie sich nicht vorbereiten kann.

Professionelle Unterstützung

Um den Stress zu mindern, sollte die Umzugsplanung deshalb auf die Bedürfnisse der Katze zugeschnitten sein. Professionelle Umzugshelfer kennen sich bestens mit den organisatorischen Hindernissen von Umzügen – mit und ohne Katze – aus. Je nachdem, wo der Wohnortwechsel stattfinden soll, bieten Umzugsunternehmen Gütersloh, Berlin oder Köln ihre Unterstützung an. Die Vorteile liegen unter anderem in der Zeitersparnis und in der Belastungsreduktion. Die Profis übernehmen den Umzug und Sie haben mehr Zeit für Ihre Katze.

Vorbereitung

Obwohl sich der eigentliche Umzug erst später ereignet, stellen Katzen die anstehenden Veränderungen oft schon in der Vorbereitungsphase fest. Sie merken, wenn ihr Halter mit anderen Dingen beschäftigt ist und sich neben der Packarbeit nicht mehr so viel kümmern kann. Die zeitlichen Engpässe sollten aber nicht dazu führen, dass die Katze auf ihre täglichen Streichel- und Spieleinheiten verzichten muss. Stellen Sie in der Zeit vor dem Umzug außerdem eine positive Verbindung zur Transportbox und zum Autofahren her, denn diese Umzugsaspekte lösen bei vielen Katzen Stresssymptome aus.

Tipps zum Boxentraining und zur ersten Autofahrt

  1. Stellen Sie die Box so ab, dass sie von der Katze in Augenschein genommen werden kann.
  2. Leckerlis, Spielzeuge und eine kuschelige Decke machen aus der Transportbox einen spannenden Ort.
  3. Wenn die Katze die Transportbox freiwillig aufsucht, können Sie das Auto- und Boxentraining miteinander kombinieren. Die Dauer der Fahrten sollten bei wenigen Minuten beginnen und immer auf den Trainingsfortschritt zugeschnitten sein.
  4. Wichtig ist, dass die Katze das Erlebte mit positiven Empfindungen assoziiert. Es muss also ein Zustand hergestellt werden, mit dem sich die Katze wohlfühlen kann.

Da einige Katzen empfindlich auf Veränderungen reagieren, sollten die Katzenmöbel in der neuen Wohnung so angeordnet werden, dass sich die Katze schnell mit dem Umzug arrangieren kann. Beispiel: Wenn der Kratzbaum vorher rechts neben dem Sofa stand, sollte er dort auch in Zukunft stehen.

Außerdem kann es hilfreich sein, das alte Mobiliar – auch wenn es seine beste Zeit bereits erlebt hat – vorerst mitzunehmen. Die Einrichtungselemente sollten zeitversetzt erneuert werden, damit sich die Katze mit dem Ortswechsel und den neuen Möbeln separat befassen kann.

Während des Umzugs

Der Umzugstag ist besonders stressig, weil es auch ohne Katze schon eine Menge zu bedenken gibt. Die Anwesenheit einer Katze hat erheblichen Einfluss auf die Planung, weil es darum geht, den Stress weitestgehend reduzieren. Die nachfolgenden Aspekte tragen zu einem reibungslosen Ablauf bei:

  • Katzensitter: Am besten wäre es, wenn sie von der Schlepperei nichts mitbekommt, weil sie während des Umzugs beispielsweise zu einer guten Freundin kann. Die Betreuung durch einen Katzensitter kann den Stress aber nur mindern, wenn die Katze zu dieser Person schon eine gute Bindung hat.
  • Rückzugsraum: Wenn die Katze nicht bei Freunden unterkommen kann, braucht sie zumindest einen störungsfreien Rückzugsraum. Dieser Raum sollte mit dem wichtigsten Zubehör ausgestattet sein (Beispiel: Futter- und Wassernapf, Katzenklo, Beschäftigungsmaterial), damit sich die Katze selbst versorgt, während Sie die Umzugsarbeiten durchführen können.
  • Futter: Sie sollten die Katze am Umzugstag nicht füttern, da sowohl Stress als auch das Autofahren auf den Magen schlagen können.
  • Zeitlicher Ablauf: Die Katze zieht als Letztes gemeinsam mit Ihnen und der letzten Umzugsfuhre aus.
  • Ankunft: Da die Katze bei ihrer Ankunft viel zu verarbeiten hat, sollte sie sich zunächst in einem ruhigen Raum von den Strapazen erholen können. Bis auf die Gegenstände, die die Katze bereits kennt (ihr vertrautes Katzenzubehör), sollte nichts Neues in dem Raum enthalten sein. Es sind auch so genügend Reize (beispielsweise neue Gerüche und Geräusche) vorhanden, mit denen sich der Vierbeiner nun auseinandersetzen muss. Mit sanftem Zuspruch und Streicheleinheiten können Sie in dieser Zeit des Umbruchs eine emotionale Stütze für Ihren Stubentiger sein.

Nach dem Umzug

Sie haben den Umzug gemeistert und freuen sich darüber, dass Sie endlich auf der Zielgeraden sind? Doch zu früh gefreut, denn für den Halter einer Freigängerkatze fängt die entscheidende Phase jetzt erst an.

Die ersten Schritte im neuen Haus

Die Katze muss ein Gespür dafür bekommen, dass sie in der neuen Wohnung nun dauerhaft zuhause ist. Für die ersten ein bis sieben Tage (Richtwert) reicht es aus, wenn sie sich an den „Einzugsraum“ gewöhnt. Sie können den Bewegungsradius täglich um ein Zimmer erweitern, wenn die Katze ihr Interesse an der übrigen Wohnung signalisiert. Junge und extrovertierte Katzen sind in der Regel offener und schneller dafür bereit als Katzen, die einen zurückhaltenden Charakter haben oder schon etwas in die Tage gekommen sind.

Während die Katze den Innenbereich der Wohnung also schon nach wenigen Tagen erobert hat, ist für den ersten Freigang eine Wartezeit zwischen einem und drei Monaten zu empfehlen. So lange braucht sie, bis sie ihren neuen Lebensmittelpunkt verinnerlicht. Ein abgesicherter Balkon oder ein Fensterplatz sind Kompromisslösungen, mit denen die Katze den Außenbereich immerhin visuell erfassen kann.

Vorbereitungen für den Freigang

Bevor die Katze die ersten Streifzüge durch die Natur unternehmen kann, sollten Sie einen Rundgang durch den Garten und die unmittelbare Umgebung machen, um sicherzustellen, dass die Wohngegend katzensicher ist.

Das sind die gängigsten Gefahrenquellen:

  • Vielbefahrene Straße
  • Offene Gewässer ohne Ausstiegsoption
  • Giftige Pflanzen
  • Tiere in der Nachbarschaft

Mit Freigängerkatze umziehen – der erste Ausflug

Nachfolgend finden Sie einige Tipps, damit der erste Ausflug ins Freie reibungslos verläuft:

  • Gehen Sie gemeinsam auf Erkundungstour.
  • Führen Sie abends feste Fütterungszeiten ein, damit die Freigänge vorher (also auf leeren Magen) und im Hellen erfolgen können. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Katze freiwillig nach Hause kommt, sobald sie hungrig wird.
  • Kürzere Freigänge und längere Wohnungsaufenthalte sollten sich abwechseln, damit die Katze ihr neues Basislager im Drinnen und nicht im Draußen sucht.
  • Streicheleinheiten, spielerische Aktivitäten und die Versorgung mit Leckereien stellen eine positive Verknüpfung zum zuhause her und erhöhen die allgemeine Zufriedenheit.

Hinweis: Katzengeschirre schützen zwar effektiv vor dem Entlaufen. Katzen, die freie Streifzüge gewohnt sind, freunden sich meistens aber nicht mit dieser Art des Freigangs an. Sie können natürlich trotzdem versuchen, ihre Katze mit viel Geduld an das Geschirr heranzuführen.

Die Freigängerkatze ist nach dem Umzug entlaufen?

Wenn Sie die Katze zu früh nach draußen lassen oder Ihnen die Katze versehentlich entwischt, sollten Sie zunächst das Haustierregister (FINDEFIX oder TASSO) über das Verschwinden der Katze und über Ihre neue Wohnadresse informieren. Gerade, wenn Sie nicht weit weggezogen sind, besteht die Möglichkeit, dass die Katze in ihr altes Revier zurückgelaufen ist. Suchen Sie zuerst die Lieblingsstellen Ihrer Katze und andere gewohnte Plätze ab. Ergänzend zu der Suche am Ursprungswohnort sollten Sie Tierärzte in der Nähe und das lokale Tierheim kontaktieren.

Von der Freigänger- zur Wohnungskatze

Leider kommt es manchmal vor, dass eine ehemalige Freigängerkatze an ihrem neuen Wohnort ausschließlich die Innenräume nutzen kann. Ein denkbarer Grund dafür ist beispielsweise der Umzug in ein Mehrfamilienhaus. In so einem Fall ist es wichtig, dass die Katze ein vielfältiges Beschäftigungsangebot erhält.

Tipps für den Umzug mit Freigänger Katzen

Mit einem Umzug kommen auf Sie selbst und auf Ihre Katze allerlei Strapazen zu. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, die Zeit der Eingewöhnung ohne zusätzliche Komplikationen durchzustehen:

  1. Da bei Freigängerkatzen ein erhöhtes Verlustrisiko besteht, sollten sie gekennzeichnet werden, also beispielsweise einen Mikrochip bekommen. Tierärzte oder Tierheime haben entsprechende Lesegeräte und können anhand des Transponders herausfinden, wo die Katze hingehört. Hinweis: Sie können nur als Halter ermittelt werden, wenn Sie Ihre Katze vorher in einer Haustierdatenbank registrieren.
  2. Katzen lieben Kartons. Damit sich die Katze nicht unbemerkt in einer der Kisten verstecken kann, sollten Sie das Packen so organisieren, dass Sie dabei allein sind.
  3. Wenn Sie in ein anderes Land ziehen, sollten Sie sich rechtzeitig darüber informieren, welche Einreisevorschriften einzuhalten sind (Beispiel: Impfausweis, Überführungspapiere, Quarantänevorschriften, Flugunterlagen etc.). Möglicherweise braucht Ihre Katze auch eine beruhigende Reisemedizin.

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