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Die Funktionsweise von EKG Geräten kurz und verständlich erklärt

 

Was ist ein Elektrokardiogramm (EKG)?

EKG Gräte  sind  Diagnoseinstrumente, die routinemäßig verwendet werden, um die elektrischen und muskulären Funktionen des Herzens zu beurteilen. Obwohl es sich dabei um einen relativ einfach durchzuführenden Test handelt, erfordert die Interpretation der EKG-Aufzeichnung ein erhebliches Maß an Ausbildung. Zahlreiche Lehrbücher haben sich diesem Thema gewidmet.

Das Herz ist eine „zweistufige elektrische Pumpe“ wobei die elektrische Aktivität durch Elektroden, die auf der Haut angebracht werden, gemessen werden kann.

 

Was kann das EKG aufzeichnen

  • Das Elektrokardiogramm kann die Rate und den Rhythmus des Herzschlags messen sowie indirekte Hinweise auf den Blutfluss zum Herzmuskel liefern!
  • Für die Elektrodenplatzierung eines Routine-EKGs wurde ein standardisiertes System entwickelt.
  • Es werden zehn Elektroden benötigt, um 12 elektrische Ansichten des Herzens zu erzeugen.
  • Eine Elektrodenleitung oder ein Pflaster wird an jedem Arm und Bein platziert und sechs werden quer über die Brustwand platziert.
  • Die von jeder Elektrode empfangenen Signale werden aufgezeichnet.
  • Die ausgedruckte Ansicht dieser Aufzeichnungen ist das Elektrokardiogramm.
  • Im Vergleich dazu benötigt ein Herzmonitor nur drei Elektrodenableitungen – je eine am rechten Arm, am linken Arm und an der linken Brust.
  • Ein Herzmonitor misst nur die Rate und den Rhythmus des Herzschlags.
  • Diese Art der Überwachung stellt kein vollständiges EKG dar.

 

Da das EKG beschädigtes und krankes Gewebe, die Herzschlagrate, strukturelle Anomalien, chirurgische Reparaturen und vieles mehr erkennen kann, ist es auch in der Lage, die Auswirkungen bestimmter Medikamente auf das Herz zu erkennen.

Da es sich bei dem EKG um eine der sichersten und am wenigsten invasiven Methoden handelt, wird es weltweit von Millionen von Kardiologen verwendet, um die Probleme und Funktionen des Herzens zu erkennen. Das Elektrokardiogramm wird in Form von elektrischen Wellen dargestellt, die auf Papier abgebildet werden. Diese Wellen variieren je nach dem Gesundheitszustand des Herzens.

 

Woraus besteht eine Elektrokardiogramm-Maschine:

Das EKG ist kein einzelnes, frei stehendes Instrument, sondern setzt sich aus einer Gruppe von Geräten zusammen, die fein aufeinander abgestimmt sind, um die Aktivität des Herzens aufzuzeichnen. Die Maschine liest die Impulse des Herzens und übersetzt sie in ein grafisches Diagramm, welches auf einem Papierstreifen gedruckt wird.

 

Elektroden

Das Gerät enthält eine Reihe von Zuleitungsdrähten, die kleine Metallscheiben am Ende des Drahtes enthalten. Diese Scheiben sind weich und klebend und werden an den Armen, Beinen und der Brust des Patienten befestigt, um den Herzrhythmus zu überwachen und aufzuzeichnen. Diese Elektroden sind mit der Haupteinheit des Geräts verbunden. Die Mehrzahl der Elektrokardiogramm-Geräte verwendet 12 Elektroden, um die Funktionen des Herzens zu überwachen.

 

Verstärker

Die Verstärker sind Geräte, die das elektrische Signal von den Elektroden empfangen und die Informationen umwandeln. Diese Verstärker umfassen verschiedene Abschnitte und Funktionen. Da die vom menschlichen Körper empfangenen Signale schwach sind, müssen sie verstärkt werden. Der Verstärker umfasst einen Pufferverstärker und einen Vorverstärker, die dabei helfen, die Informationen so umzuwandeln, dass sie vom Ausgabegerät gelesen werden können. Der Verstärker ist jedoch von der Haupteinheit des Geräts getrennt, um die Patienten vor elektrischen Schlägen zu schützen.

 

Ausgabegeräte

Das EKG-Gerät enthält verschiedene Ausgabegeräte wie z. B. einen Rekorder, der das EKG-Signal aufzeichnet und ausdruckt, Computer, Magnetbänder, Oszilloskope und so weiter. Die endgültige Ausgabe dieser Informationen umfasst einen Papierstreifen, der elektrische Signale anzeigt. Das EKG kann dazu verwendet werden, um Herzkrankheiten zu diagnostizieren als auch kurze Herzstillstände und andere Anomalien zu erkennen.

 

Ein weiterer gängiger Gerätetyp sind die Holter-Monitore, bei denen es sich im Grunde um tragbare Maschinen handelt, die zur Diagnose von abnormalen Herzrhythmen verwendet werden. Es ist den herkömmlichen Gerätetypen sehr ähnlich, jedoch beinhaltet es verschiedene zusätzliche Funktionen. Der wichtigste Teil dabei ist der tragbare EKG-Rekorder und drei Elektroden. Die vom Herzen erfasste elektrische Leistung kann in diesem Gerät gespeichert werden, sodass sie vom Arzt ausgewertet werden kann.

Es gibt verschiedene Arten von Elektrokardiogramm-Geräten, die leicht in Online-Shops gekauft werden können. Die zwei häufigsten Arten von Geräten sind die 3-Kanal– und 5-Kanal-Geräte; beide sind tragbar.

Die 12-Kanal-Maschine ist eine weitere Art von Elektrokardiogramm-Maschine, die verwendet werden kann, um die Aktivitäten des Herzens aus zwölf verschiedenen Winkeln zu erkennen.

 

Was kann ein EKG erkennen?

Das EKG wird verwendet, um die Herzfunktion zu beurteilen. Bei Patienten, die über Schmerzen in der Brust oder Kurzatmigkeit klagen, wird häufig ein EKG als eine der ersten Untersuchungen durchgeführt, um festzustellen, ob ein akuter Herzinfarkt vorliegt.

Selbst wenn kein Herzinfarkt vorliegt, kann ein EKG entscheidend bei der Beurteilung sein, ob die Schmerzen auf eine Angina pectoris oder eine Verengung der Blutgefäße zum Herzmuskel (Atherosklerose) zurückzuführen sind. Es ist wichtig zu wissen, dass ein erstes EKG normal sein kann, selbst dann, wenn eine Herzerkrankung vorliegt. In manchen Fällen sind Serien-EKGs erforderlich, um eine vorhandene Abnormalität des Herzens zu finden.

EKGs werden häufig auch dann durchgeführt, wenn der Patient über Benommenheit, Herzklopfen oder Synkopen (Ohnmacht) klagt. Eine abnormale Herzfrequenz als auch ein abnormaler Herzrhythmus kann ein Anzeichen dafür sein, dass das Herz zu wenig Blut durch den Körper pumpt und es so zu einer Sauerstoffunterversorgung kommt.

 

Was passiert während einer EKG-Untersuchung?

Das EKG ist ein relativ einfach durchzuführender Test. Es ist, wie bereits erwähnt, in keiner Weise invasiv und tut auch nicht weh. Es werden 12 „Pflaster“ auf die Haut geklebt, um elektrische Impulse zu erkennen, die das Herz erzeugt. Diese Impulse werden dann von dem EKG-Gerät aufgezeichnet.

Vier Pflaster werden auf die Gliedmaßen geklebt.

  • Eines wird auf jeder Schulter oder jeden Oberarm und eines je auf einem Bein platziert.

Man bezeichnet diese Platzierungen als die Gliedmaßen Ableitungen.

Weitere sechs Pflaster, die auf der Brustwand platziert werden, beginnend direkt rechts vom Brustbein. Die Pflaster werden in Form eines Halbkreises platziert und enden in der Nähe der linken Achselhöhle (Unterarm). Diese werden als Brustableitungen bezeichnet. Auf der anderen Seite sind die Pflaster an ein EKG-Gerät angeschlossen, das nun mit der Aufzeichnung der Ableitungen beginnt und auf das Papier ausdruckt.

Neuere Geräte sind mit Videobildschirmen ausgestattet, die der Krankenschwester oder dem Arzt bei der Entscheidung helfen, ob die Qualität der Ableitung ausreichend ist oder ob der Test wiederholt werden sollte. EKG-Geräte sind auch mit Computerprogrammen ausgestattet, die bei der Interpretation des EKGs helfen können, obwohl diese Interpretationen zurzeit nicht 100% verlässlich sind.

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