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So ist es um die Imker in Deutschland bestellt

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Der folgende Artikel beschäftigt sich mit den Imkern in Deutschland. Unter anderem wird erläutert, ob es sich dabei um einen Beruf oder um ein Hobby handelt, wie man diesen Job erlernt und vieles Weitere. Wenn Sie sich ohnehin für die Imker in Deutschland interessieren, sollten Sie sich diesen Artikel aufmerksam durchlesen.

Imker als Beruf

Diese Berufsbezeichnung gibt es schon viele Jahre. Und wer als Imker in Deutschland arbeiten will, sollte wissen, dass unterschiedliche Aufgaben auf ihn zukommen, wie zum Beispiel:

  • die Betreuung der Tiere
  • das Ernten des Honigs
  • die Versorgung kranker Tiere
  • die Züchtung von Königinnen
  • der Bau der Bienenstöcke
  • den Verkauf der Bienen
  • Sekretariatsaufgaben

Wer sich für die Imkerei in Deutschland interessiert und diesen Job eventuell sogar erlernen will, sollte daran interessiert sein, zum Großteil an der frischen Luft zu arbeiten. Gleichermaßen müssen die Interessenten kaufmännische beziehungsweise betriebswirtschaftliche Kenntnisse mitbringen. Insbesondere dann, wenn sie mit dem Bienenhonig Geld verdienen wollen.

Die Ausbildung zum Imker dauert in den meisten Fällen drei Jahre. Am Ende steht eine Prüfung an, die den Namen „Tierwirt – Fachrichtung Bienenhaltung“ trägt. Zusätzlich ist es möglich, später eine Weiterbildung zum Imkermeister zu absolvieren.

Interessanter Fakt: Das Sammelgebiet eines gewöhnlichen Bienenvolkes verteilt sich häufig über 50 Quadratkilometer. Das ist eine enorme Größe. Für circa 500 Gramm müssen die Arbeitsbienen durchschnittlich 40.000-mal losfliegen. Dabei legen sie mehr als 120.000 Kilometer an Strecke zurück. Das alles zeigt, wie wertvoll der Honig eigentlich ist und welche Arbeit dahinter steckt. Durchschnittlich hat ein Imker ungefähr 6,7 Bienenvölker und unter einem Prozent betreibt das Hobby erwerbsmäßig.

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Wie verdient ein Imker an Geld?

Bis ein Imker mit seinen Tieren letztlich Geld verdienen kann, vergehen einige Monate. Denn das wertvolle, goldenfarbige Lebensmittel muss erst einmal produziert werden. Zweimal im Jahr wird der Bienenhonig geerntet. Dabei handelt es sich jedes Mal um ein echtes Ereignis, das nur Fachleute durchführen sollten. In der Regel wird einmal im Frühsommer und einmal im Spätsommer geerntet. Bei der Honigproduktion fallen überdies einige Nebenerzeugnisse an. Diese lassen sich zu Cremes und Salben verarbeiten, beispielsweise.

Auch dadurch verdient der Imker sein Geld. Die meisten Menschen, die dieser Arbeit nachgehen, tun dies zum einen selbstständig und zum anderen im Nebenberuf. Denn dabei ist ein gewisses Maß an Sekretariatsarbeit erforderlich. Das bedeutet, dass die Personen sich komplett selbst organisieren müssen, was zum Beispiel E-Mail-Verkehr, Termine oder Telefonate angeht. Es bleibt leider nicht beim bloßen Herstellen des Honigs. Wem das nicht liegt, der kann einen externen Sekretariatsservice für solche Tätigkeiten beauftragen.

In Deutschland gibt es ungefähr 130.000 Imker, von denen gerade einmal 5 % entweder hauptberuflich oder nebenberuflich diesem Job nachgehen. Die restlichen 95 % sehen diese Tätigkeit eher als Hobby an. Durchschnittlich lässt sich mit einem normalen Bienenvolk ungefähr 500 € an Umsatz pro Jahr erwirtschaften. Und um davon wirklich leben zu können, sollten daher mehrere von ihnen vorhanden sein. Dabei gilt es, an die Steuern und die Sozialabgaben zu denken.

Die einzelnen Imkerverbände in Deutschland bieten regelmäßig bestimmte Weiterbildungen an. Je nach Bundesland und Verband können sie recht unterschiedlich ausfallen. Teilweise handelt es sich dabei um Blockveranstaltungen, sodass die Teilnehmer mehrfach erscheinen müssen. Anderenfalls wird eine Veranstaltung über mehrere Tage am Stück angeboten.

 

Wie wird man Imker?

Einfach gesagt kann jeder Mensch diesem Hobby beziehungsweise Beruf nachgehen. Wichtig ist nur, dass man zum einen Spaß daran hat, an der frischen Luft zu arbeiten und zum anderen keine Angst vor den Insekten hat. Gerade dann, wenn die im letzten Absatz erwähnten Veranstaltungen nur am Wochenende stattfinden, können die Teilnehmer diese neben dem Hauptberuf besuchen und so ganz nebenbei das Imkerhandwerk erlernen.

 

Welche Ausrüstung benötige ich zum Imkern?

Wer mit dem Imkern beginnen will, sollte sich zunächst das passende Zubehör besorgen. Dazu gehört ein kompletter Anzug, der in der Regel aus robustem und weißem Stoff gefertigt wird. Denn die Tiere lassen sich aus Erfahrung lieber auf dunklen Stoffen nieder. Die Hose und die Jacke müssen sehr eng anliegen, damit keine Bienen versehentlich ins Innere gelangen. Zusätzlich werden ein Imkerhut und Imkerhandschuhe getragen. An Ersterem befindet sich in der Regel ein Schleier, der die Augen noch weiter schützt. Die meisten Hobby-Imker beginnen in der Regel mit einem bis drei Völkern und erhöhen den Bestand mit der Zeit.

Doch bevor diese gekauft werden, gilt es, die passenden Unterkünfte herzustellen. Diese werden in der Fachsprache als Beuten bezeichnet. Zusätzlich werden folgende Hilfsmittel mit nötig:

  • Abkehrbesen
  • Rauchgerät
  • Honigschleuder und
  • Stockmeißel

Wer die Gegenstände nicht neu kaufen will, findet sie in den diversen Trödelmarkt-Börsen im Internet zu sehr günstigen Preisen. Alternativ können Sie sich hierfür an den nächsten Imkerverein wenden.

Landesverbände für Imker

Jedes Bundesland hat seinen eigenen Landesverband für Imker. Dieser ist der richtige Ansprechpartner, wenn es darum geht, mit diesem Hobby zu beginnen. Die Internetseite liefert sehr viele interessante Informationen, die dabei behilflich sein können.

Imkerei in Deutschland

Die Imkerei ist in Deutschland ein sehr beliebtes Hobby. Im Jahr 2020 gab es insgesamt 132633 Personen, die diesem nachgingen. Gerade im Bundesland Bayern gibt es sehr viele von ihnen. Doch auch in anderen Regionen Deutschlands handelt es sich dabei um ein sehr beliebtes Hobby. Insgesamt gibt es 19 Landesverbände für diese Zwecke.

Viele Menschen wissen nicht, dass die Bienen nicht nur köstlichen und gesunden Bienenhonig erzeugen, sondern einen positiven Einfluss auf das Klima und die Umwelt haben. Denn, indem sie die Blumen und andere Pflanzen bestäuben, wachsen diese schneller nach und dementsprechend wird CO₂ gebunden. Das ist gerade in der heutigen Zeit ein sehr wichtiger Punkt. Sicherlich beginnen auch viele Neu-Imker genau aus diesem Grund mit ihrem neuen Hobby. Um ein Glas von einer Größe von 500 Gramm mit der goldene Leckerei zu füllen, müsste eine Biene ungefähr 75. Millionen Blüten bestäuben. Das ist ein enormer Wert und zeigt, wie viel diese Tiere leisten können.

Interessanter Fakt: Laut einiger Studien sind Honigbienen an mehr als 80 % der einzelnen landwirtschaftlichen Erträge verantwortlich. Das betrifft zum einen den Obstbau und zum anderen den Pflanzenbau.

Fazit

Die Imkerei in Deutschland ist ein sehr interessantes Thema. Wer sich dafür interessiert, kann sich bei den einzelnen Landesverbänden erkundigen. Und wenn Sie sich letztlich entscheiden, mit dem Hobby zu beginnen, sollten Sie die oben beschriebenen Tipps und Tricks umsetzen. Dazu gehört auch, dass Sie die erwähnten Hilfsmittel besorgen. Gleichermaßen gilt es zu überlegen, wo sie die Kästen aufstellen. Dafür sollte eine möglichst freie Rasenfläche zur Verfügung stehen. Den leckeren Honig können Sie entweder selbst nutzen oder verkaufen. Fakt ist aber, dass die Haltung von Bienen viele praktische Vorteile mit sich bringt. Unter anderem wird so CO₂ gebunden und der Klimawandel schreitet langsamer voran.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Imkern sowohl hobbymäßig als auch als richtiger Beruf durchgeführt werden kann. Wichtig ist nur, dass alle oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Sie sollten daran interessiert sein, an der frischen Luft und mit den Tieren zu arbeiten. Machen Sie sich überdies klar, dass Sie sich komplett selbst organisieren müssen. Das betrifft zum einen den Verkauf des Honigs und zum anderen natürlich auch die Vermarktung der Produkte und die Pflege der Bienen.

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