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Wie die deutsche EU-Öko-Verordnung die Tierhaltung Bio Richtlinien revolutioniert

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In der Stadt wird das Leben seit einigen Jahren finanziell problematischer. Natürlich würde jeder gerne zentral wohnen und alle Optionen direkt vor der Haustür haben. Doch die Sache hat ihren Preis. Teure Mieten und irrsinnig gestiegene Immobilienpreise. Selbst für Familien mit doppeltem Einkommen ist es mittlerweile problematisch den Traum von den eigenen vier Wänden zu realisieren. Gleichzeitig gibt es eine andere Entwicklung. In Sachen Umwelt geht es dem Planeten nicht gut. Viele Mitbürger wünschen sich ein Leben, das ökologisch sinnvoll und nachhaltig abläuft. Aus dieser Konstellation ergibt sich momentan ein gestiegenes Interesse daran weiter raus aufs Land zu ziehen. Manche tun das, um die Kosten zu senken. Andere liebäugeln tatsächlich mit dem Betreiben einer kleinen oder größeren Landwirtschaft. Wir zeigen auf, inwiefern das realistisch ist. Zudem sehen wir uns an, wie sich die aktuelle EU-Öko-Verordnung auf solche Zukunftspläne auswirkt.

Leben auf dem Land – wieso ist es so gefragt?

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In der Stadt zu wohnen hat sich in den letzten Jahrzehnten als vorteilhaft erwiesen. Die Versorgung ist besser, die Möglichkeiten für Jobs sind besser – warum also auf dem Land wohnen? Vor allem dann, wenn man dort keine Arbeit findet. Und jeden Tag mit dem Auto in den weit entfernten Betrieb oder ins Büro zu pendeln, das kostet Zeit, Geld und Energie. Doch gerade seit 2020 hat sich das geändert. Nachdem die Preise für Immobilien immens gestiegen sind, gewinnt das Leben außerhalb der Städte an finanzieller Attraktivität. Zudem hat die Corona Pandemie die Spielregeln in der Wirtschaft geändert. Wurde früher Home-Office als exotisch betrachtet und vom Arbeitgeber mit Skepsis beäugt, gehört es heute zum Standard. Mit dieser Möglichkeit in der Hinterhand fällt es Arbeitnehmern leichter nach Außerhalb zu ziehen. Dort gibt es mehr Platz für deutlich weniger Geld. Das gute Gehalt wird einfach mitgenommen. Die Mitarbeiter vom Immobilienmakler Schwetzingen bestätigen diese Entwicklung. In ihrer Agentur häufen sich die Anfragen für Objekte, die auf dem Land liegen. Und so einige wollen dort nicht nur wohnen. Sie suchen gezielt nach einer Immobilie, die es ermöglicht Landwirtschaft in kleinerem oder größerem Umfang zu betreiben. Nicht jeder möchte sich dazu gleich Rinder oder andere große Tiere zulegen. Doch ein wenig Geflügel für Eier ist grundsätzlich im Rahmen. Der Wunsch sich aus dem eigenen Garten oder der eigenen Wirtschaft teilweise selbst zu versorgen ist auf jeden Fall da. Vor allem dominiert das Bedürfnis damit der Umwelt etwas Gutes zu tun, mit Bio Erzeugnissen aus eigenem Anbau. Zudem ist das Interesse groß die artgerechte Tierhaltung voranzutreiben.

Ökologischer Landbau – worauf sollte man achten?

Wer aus der Stadt aufs Land zieht und den Wunsch hegt einen größeren oder kleineren Betrieb mit integrierter Tierhaltung oder biologischem Landbau zu betreiben, der muss einige Dinge beachten. Klar, dass man grundsätzlich eine ökologische Landwirtschaft anstrebt. Ohne Gift und Pestizide und dem besten Futter für die Tiere. Für die Selbstversorgung kann diesbezüglich jeder in seinem Betrieb nahezu frei schalten und walten – wie er möchte. Doch wer echtes Bio produzieren will, so dass die Bio-Lebensmittel auch an Kunden verkauft werden, der benötigt mehr. Ökologisch zu sein reicht dann nicht. Erforderlich wird ein EU-Bio-Siegel, welches dem EU-Bio-Recht unterliegt. Hierfür gibt es jede Menge Vorschriften zu beachten. Sie betreffen Abläufe, die Haltung der Tiere, die Auswahl an Futter und noch vieles mehr. Sie einzuhalten ist etwas aufwändiger als konventionell zu wirtschaften.

Welche Regeln der EU-Öko-Verordnung sind wichtig für Neu-Landwirte

Je nach Kenntnislage und den Kapazitäten, gibt es Menschen, die den Wunsch haben die Früchte ihrer Arbeit als Einkommen zu nutzen. Vielleicht nicht gleich mit Tierhaltung, sondern in erster Linie pflanzliche Produkte. Also Getreide, Obst oder Gemüse usw. Schon hier gibt es Unterschiede zwischen Bio und konventionell. Mit der Haltung von Tieren wird es noch einmal anspruchsvoller. Zur groben Übersicht haben wir die wichtigsten Elemente der Verordnung aufgelistet.

Bio-Recht in den EU Mitgliedstaaten – Wichtige Regeln für Pflanzen

Hinsichtlich der biologischen Erzeugung von pflanzlichen Lebensmitteln, hat die neue EU-Verordnung so einige neue Bestandteile erhalten. Wer das staatliche Bio-Siegel bekommen möchte für seinen Betrieb, der muss noch mehr Aspekte beachten, im Gegensatz zu konventionell geführten Höfen.

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Folgende wichtige Bestandteile sind Teil des Pakets:

  • Pflanzenschutz
  • Unkrautregulierung
  • Düngung
  • Fruchtfolge
  • Pflanzenzucht
  • Boden
  • Landtechnik
  • Spezieller Pflanzenbau
  • Anbausysteme

Einig von diesen stellen wir näher vor.

Pflanzenschutz

Pflanzen können immer wieder von Schädlingen angegriffen werden. Man kann Insekten, Nage-Tiere usw. auf verschiedene Arten fernhalten. Es gibt vor allem chemische Lösungen. Sie sind für den konventionell getätigten Anbau erlaubt. Wer das neue Bio-Recht befolgen möchte, muss auf natürliche Methoden setzen oder jene, deren Wirkstoffe abbaubar sind, das Grundwasser schonen und die Bienen nicht angreift.

Düngung

In den EU-Mitgliedsstaaten wird Dünger vor allem aus chemischen Betrieben aus dem Ausland importiert. Aus Staaten, in denen die Phosphorvorkommen höher sind. Nicht alle von ihnen sind auf Bio-Höfen einsetzbar. Vor allem deshalb, weil sie auch das Grundwasser gefährden. Daher ist nur spezieller Dünger verwendbar.

Fruchtfolge

Im Bio-Betrieben spielt die Reihenfolge eine große Rolle, in der Produkte angebaut werden. Sie hat eine Auswirkung auf den Nährstoffgehalt im Boden. Zudem beeinflusst sie Krankheitsdruck und den Schädlingsdruck. Es gibt Richtlinien und Vorgaben, mit denen sich eine optimale Nutzung der Erde durchführen lässt. Ohne dabei die Schäden zu verursachen, wie sie bei der Monokultur üblich sind.

Merke: Der Einsatz von Chemie ist grundsätzlich immer genau zu prüfen. Nur bestimmte Mittel dürfen verwendet werden. Die erlaubten Stoffe sind im Paragrafenwerk verzeichnet.

Bio-Recht in den EU Mitgliedstaaten – Wichtige Regeln für die Tier-Haltung

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Bio-Tierhaltung ist der zweite große Part der EU-Bio-Verordnung. Sie umfasst noch viele weitere Vorgaben, an die sich Bio-Bauern halten müssen. Auch hier zeigen wir die wichtigsten.

Artgerechte Haltung

Eine der wesentlichen Absichten der EU Kommission war es die Haltung von Tieren zu verbessern. Aus diesem Grund gibt es sehr detaillierte Angaben darüber, wie viel Platz pro Rind, pro Schwein und für Geflügel in den Stallungen vorhanden sein muss. Bio bedeutet also nicht nur weniger Gift oder Pestizid. Es ging immer auch darum Tieren ein würdigeres Leben zu sichern. Ebenso gibt es noch Regeln für Pferde, Fische, Bienen und Schafe usw.

Tier-Fütterung

Hier wird es richtig komplex. Bio-Tiere sollen nicht nur gut behandelt werden. Auch ihr Futter muss aus Betrieben stammen, die von der Qualität her Bio-Futter liefern. Das heißt, die Lieferanten müssen ebenfalls Kriterien erfüllen. Wichtig zu wissen ist, dass die Fütterung in ausreichender Menge gewährleistet sein muss. Zudem dürfen im Futter die Werte für bestimmte Chemikalien nicht überschritten werden. Ebenso wurde festgelegt, dass keinerlei Nahrung gegeben wird, die durch Gen-Manipulation gezüchtet wurde.

Fazit

Die Stadt zu verlassen und sich den Traum vom Landleben zu verwirklichen ist aktuell eine echte Option, um der massiven Teuerung zu entkommen. Allerdings muss man unterscheiden, ob die Produkte, die dabei anfallen selbst nutzt, oder ob sie verkauft werden sollen. Wer für den eigenen Bedarf Bioprodukte herstellt, der kann sich seiner sicher sein gute Qualität zu essen – ohne eine Bescheinigung. Doch wer sie als Bio-Lebensmittel an andere verkaufen will, der muss sie zertifizieren lassen. Dann greifen die strengen Gesetze der Bio-Wirtschaft. Sie machen die Arbeit etwas komplizierter.

Aus dem Artikel - Wie die deutsche EU-Öko-Verordnung die Tierhaltung Bio Richtlinien revolutioniert
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