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Erhaltung der Artenvielfalt: Welche Tiere stehen unter Naturschutz?

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Der Naturschutz spielt eine entscheidende Rolle für die Erhaltung der Tierwelt und deren Lebensräume. In der Schweiz ist die Vielfalt an Tierarten in den unterschiedlichen Ökosystemen von grosser Bedeutung für das ökologische Gleichgewicht und die Biodiversität. Die Schweizer Landschaften bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Tierarten, angefangen von den majestätischen Alpenbewohnern bis hin zu den vielfältigen Arten in den Wäldern, Flüssen und Seen. Der Schutz dieser Tierarten ist nicht nur wichtig für ihre eigene Existenz, sondern auch für die Stabilität der gesamten Natur.

Durch den Erhalt der Tierwelt werden auch wichtige Ökosystemdienstleistungen wie Bestäubung, Regulierung des Wasserhaushalts und Erhalt der Bodenfruchtbarkeit sichergestellt. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, die gefährdeten Tierarten zu identifizieren und geeignete Massnahmen zu ergreifen, um ihr Überleben und ihre Fortpflanzungschancen zu verbessern. Der folgende Überblick beleuchtet die verschiedenen Aspekte des Naturschutzes in der Schweiz und gibt Einblicke in die geschützten Tierarten sowie die Herausforderungen und Erfolge in diesem Bereich.

Gesetzlicher Rahmen des Naturschutzes in der Schweiz

Der Naturschutz in der Schweiz wird durch eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen geregelt, die den Schutz von Tier- und Pflanzenarten sowie ihrer Lebensräume sicherstellen. Zu den wichtigsten Gesetzen gehört das Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG), das den Schutz von Natur- und Landschaftsräumen sowie die Erhaltung der biologischen Vielfalt zum Ziel hat. Ebenfalls relevant ist das Jagdgesetz, das den Schutz von Wildtieren und ihren Lebensräumen regelt, sowie das Waldgesetz, das die nachhaltige Bewirtschaftung und den Schutz der Wälder sicherstellt. Darüber hinaus gibt es auf kantonaler Ebene weitere Gesetze und Verordnungen, die den Naturschutz betreffen und spezifische Regelungen für bestimmte Regionen oder Schutzgebiete enthalten.

Institutionen und Organisationen für Naturschutz in der Schweiz

In der Schweiz gibt es verschiedene Institutionen und Organisationen, die sich dem Naturschutz widmen und sich für den Schutz von Tierarten und ihren Lebensräumen einsetzen. Dazu gehören staatliche Behörden wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU), das für die Umsetzung des NHG und anderer naturschutzbezogener Gesetze zuständig ist. Auch die kantonalen Naturschutzbehörden spielen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung und Überwachung von Naturschutzmassnahmen auf regionaler Ebene. Darüber hinaus engagieren sich zahlreiche Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Umweltverbände aktiv im Naturschutz und setzen sich für den Schutz gefährdeter Tierarten und ihrer Lebensräume ein. Durch die Zusammenarbeit von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren wird der Naturschutz in der Schweiz effektiv vorangetrieben und eine nachhaltige Entwicklung der Natur und Umwelt gewährleistet.

Kategorien des Schutzes für Tierarten in der Schweiz

In der Schweiz werden Tierarten je nach ihrem Schutzstatus in verschiedene Kategorien eingeteilt, um gezielte Schutzmassnahmen zu ermöglichen. Eine wichtige Kategorie sind die streng geschützten Arten, die gemäss dem Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) besonderen Schutz geniessen. Dazu gehören beispielsweise Arten, die vom Aussterben bedroht sind oder deren Lebensräume stark gefährdet sind. Eine weitere Kategorie sind die geschützten Arten nach dem Jagdgesetz, die zwar nicht streng geschützt sind, aber dennoch Schutzmassnahmen unterliegen, um ihren Bestand zu erhalten. Darüber hinaus gibt es verschiedene Schutzkategorien auf regionaler und internationaler Ebene, die zusätzliche Schutzmassnahmen für bestimmte Tierarten vorsehen.

Definitionen und Kriterien für geschützte Tierarten

Die Definitionen und Kriterien für geschützte Tierarten in der Schweiz basieren hauptsächlich auf dem Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) sowie anderen relevanten Gesetzen und Verordnungen. Gemäss dem NHG gelten Arten als streng geschützt, wenn sie vom Aussterben bedroht sind, in ihrem Bestand stark zurückgegangen sind oder seltene Lebensräume bewohnen. Geschützte Arten nach dem Jagdgesetz umfassen beispielsweise Wildtiere wie Hirsche, Rehe und Wildschweine sowie bestimmte Vogelarten. Die Kriterien für den Schutzstatus können sich je nach Art und Lebensraum unterscheiden und werden von den zuständigen Naturschutzbehörden auf nationaler und regionaler Ebene festgelegt. Durch die Festlegung klarer Definitionen und Kriterien wird sichergestellt, dass der Schutzstatus von Tierarten angemessen und wirksam ist und geeignete Massnahmen zu ihrem Schutz ergriffen werden können.

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Geschützte Tierarten in der Schweiz

Verschiedene Tierarten geniessen in der Schweiz den Artenschutz:

Säugetiere

Der Steinbock (Capra ibex) ist eines der markantesten und am meisten geschätzten Wildtiere in den Schweizer Alpen. Aufgrund seiner imposanten Hörner und seines charakteristischen Aussehens ist der Steinbock zu einem Symbol für die alpine Wildnis geworden. In der Vergangenheit wurde der Steinbock durch übermässige Jagd stark dezimiert und war in der Schweiz vom Aussterben bedroht. Dank erfolgreicher Schutzmassnahmen, wie der Einrichtung von Schutzgebieten und der strengen Regulierung der Jagd, konnte sich der Bestand des Steinbocks jedoch wieder erholen. Heute zählt der Steinbock zu den streng geschützten Arten gemäss dem Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) und ist in den Schweizer Alpen sowie anderen alpinen Regionen anzutreffen.

Der Fischotter (Lutra lutra) ist ein semi-aquatisches Säugetier, das in Flüssen, Bächen, Seen und Feuchtgebieten lebt und sich hauptsächlich von Fischen ernährt. In der Schweiz war der Fischotter lange Zeit durch Lebensraumverlust, Wasserverschmutzung und Überfischung bedroht. Um den Bestand des Fischotters zu schützen, wurden verschiedene Massnahmen ergriffen, darunter die Renaturierung von Flussufern, die Reduzierung von Gewässerverschmutzung und die Schaffung von Schutzgebieten. Dank dieser Bemühungen hat sich der Bestand des Fischotters in der Schweiz in den letzten Jahren wieder erholt, und die Art ist heute in vielen Gewässern des Landes wieder anzutreffen. Der Fischotter geniesst einen speziellen Schutzstatus und steht unter anderem durch das Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) unter Schutz.

Vögel

Der majestätische Steinadler (Aquila chrysaetos) ist eine der imposantesten Vogelarten, die in den Schweizer Alpen beheimatet sind. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,3 Metern zählt der Steinadler zu den grössten Greifvögeln Europas. Er bewohnt vor allem alpine Regionen und hochgelegene Felsnischen, wo er nach Murmeltieren, Gemsen und anderen Beutetieren jagt. Aufgrund von Lebensraumverlust, Störungen und illegaler Verfolgung war der Bestand des Steinadlers in der Schweiz lange Zeit rückläufig. Durch gezielte Schutzmassnahmen, wie die Einrichtung von Schutzgebieten und die Bekämpfung von Störungen, konnte jedoch eine Stabilisierung und teilweise Erholung des Bestands erreicht werden. Heute steht der Steinadler unter strengem Schutz gemäss dem Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) und anderen relevanten Gesetzen und Verordnungen in der Schweiz.

Das Alpenschneehuhn (Lagopus muta) ist ein an die alpine Umgebung angepasster Vogel, der in den Hochgebirgen der Schweiz anzutreffen ist. Mit seinem weissen Federkleid im Winter und dem braunen Gefieder im Sommer tarnt sich das Alpenschneehuhn perfekt in seiner alpinen Lebenswelt. Es bewohnt alpine Matten, Geröllhalden und Schneefelder und ernährt sich von Pflanzen, Knospen und Insekten. Aufgrund des Klimawandels und der zunehmenden touristischen Nutzung alpiner Gebiete ist der Lebensraum des Alpenschneehuhns jedoch bedroht. Um den Bestand dieser Art zu schützen, werden Massnahmen wie die Erhaltung und Renaturierung von Lebensräumen sowie die Reduzierung von Störungen durchgeführt. Das Alpenschneehuhn steht unter anderem durch das Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) unter Schutz und wird auch durch internationale Abkommen wie die Berner Konvention geschützt.

Reptilien und Amphibien

Die Kreuzotter (Vipera berus) ist die einzige Giftschlange in der Schweiz und bewohnt vor allem Waldränder, Lichtungen und Moore in den alpinen und subalpinen Regionen. Mit ihrem charakteristischen kreuzförmigen Muster auf dem Rücken ist die Kreuzotter gut an ihre Lebensräume angepasst und dient als wichtiger Bestandteil des Ökosystems. Aufgrund von Lebensraumverlust, Lebensraumfragmentierung und gezielten Verfolgungen war der Bestand der Kreuzotter in der Schweiz lange Zeit rückläufig. Um ihren Schutz zu gewährleisten, stehen Kreuzottern unter anderem durch das Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) unter Schutz. Massnahmen zum Schutz der Kreuzotter umfassen die Erhaltung und Renaturierung von Lebensräumen sowie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Wert dieser Art für das Ökosystem.

Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) ist eine charismatische Amphibienart, die in feuchten Wäldern, Gebirgsbächen und Bachauen anzutreffen ist. Mit seinem auffälligen schwarz-gelben Farbmuster zählt der Feuersalamander zu den bekanntesten Amphibien Europas. In der Schweiz ist der Feuersalamander durch Lebensraumverlust, Umweltverschmutzung und den Einfluss invasiver Arten bedroht. Um seinen Schutz zu gewährleisten, stehen Feuersalamander unter anderem durch das Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) unter Schutz. Massnahmen zum Schutz des Feuersalamanders umfassen die Erhaltung und Renaturierung von Lebensräumen sowie die Bekämpfung von Umweltverschmutzung und invasiven Arten. Die Erhaltung des Feuersalamanders trägt nicht nur zum Schutz dieser Art bei, sondern auch zur Aufrechterhaltung der Biodiversität und des ökologischen Gleichgewichts in den Lebensräumen, die er bewohnt.

Fische

Die Bachforelle (Salmo trutta) ist eine der charakteristischsten Fischarten in den Gewässern der Schweiz und spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem von Bächen, Flüssen und Seen. Sie ist an verschiedene Lebensräume angepasst und bewohnt klare, sauerstoffreiche Gewässer mit kiesigem Grund und ausreichender Deckung. Die Bachforelle ist nicht nur ein beliebter Speisefisch, sondern auch ein Indikator für die Qualität von Gewässern. In der Schweiz ist die Bachforelle durch Lebensraumverlust, Gewässerverschmutzung und Überfischung bedroht. Um ihren Schutz zu gewährleisten, unterliegt die Bachforelle verschiedenen Schutzbestimmungen auf nationaler und regionaler Ebene. Dazu gehören Massnahmen wie die Renaturierung von Gewässern, die Reduzierung von Gewässerverschmutzung und die Regulation der Fischerei. Der Schutz der Bachforelle trägt nicht nur zum Erhalt dieser Art bei, sondern auch zur Aufrechterhaltung der Biodiversität und des ökologischen Gleichgewichts in den Gewässern der Schweiz.

Die Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera) ist eine seltene und bedrohte Muschelart, die in den sauberen und kalten Fliessgewässern der Schweiz vorkommt. Sie spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem, da sie als Bioindikator für die Gewässerqualität fungiert und Lebensraum für andere Arten bietet. Die Flussperlmuschel ist durch Lebensraumverlust, Wasserbauaktivitäten und Umweltverschmutzung bedroht. Um ihren Schutz zu gewährleisten, unterliegt die Flussperlmuschel verschiedenen Schutzbestimmungen auf nationaler und internationaler Ebene. Dazu gehören Massnahmen wie die Erhaltung und Renaturierung von Fliessgewässern, die Reduzierung von Gewässerverschmutzung und die Einrichtung von Schutzgebieten. Der Schutz der Flussperlmuschel ist entscheidend für die Erhaltung der Biodiversität in den Gewässern der Schweiz und trägt zur nachhaltigen Nutzung und Bewirtschaftung dieser Lebensräume bei.

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Bedrohte Tierarten und ihre Schutzmassnahmen

Die Schweiz beherbergt eine Vielzahl von Tierarten, die aufgrund von verschiedenen Faktoren wie Lebensraumverlust, Klimawandel und menschlicher Störung bedroht sind. Unter diesen bedrohten Arten verdienen einige besondere Aufmerksamkeit:

  • Alpensteinbock (Capra ibex): Obwohl der Alpensteinbock in den letzten Jahren dank erfolgreicher Schutzmassnahmen eine Erholung erlebt hat, sind kleine Populationen immer noch anfällig für Umweltveränderungen und Störungen durch den Menschen.
  • Gämse (Rupicapra rupicapra): Die Gämse ist besonders durch die Fragmentierung ihres Lebensraums und den Druck durch den Tourismus gefährdet, was zu Konflikten zwischen dem Schutz der Art und menschlichen Aktivitäten führt.
  • Bartgeier (Gypaetus barbatus): Der Bartgeier, obwohl er wieder in den Alpen eingeführt wurde, ist nach wie vor durch Vergiftungen, Störungen und Kollisionen mit Windkraftanlagen bedroht.

Massnahmen zum Schutz bedrohter Tierarten in der Schweiz

Um den Schutz bedrohter Tierarten in der Schweiz zu gewährleisten, werden verschiedene Massnahmen ergriffen:

  • Lebensraumerhaltung und -restaurierung: Durch die Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensräumen wie Alpenwiesen, Bergwäldern und Gebirgsflüssen wird die Verfügbarkeit von Lebensraum für bedrohte Arten verbessert.
  • Managementpläne: Für besonders gefährdete Arten werden Managementpläne erstellt, die spezifische Schutzmassnahmen definieren, um den Erhalt der Populationen zu unterstützen und potenzielle Konflikte mit menschlichen Aktivitäten zu minimieren.
  • Überwachung und Forschung: Die Überwachung von Populationen und Lebensräumen bedrohter Arten sowie die Durchführung von wissenschaftlichen Studien tragen dazu bei, den Schutzstatus zu bewerten und geeignete Massnahmen zu identifizieren.
  • Sensibilisierung und Bildung: Durch Informationskampagnen und Umweltbildung werden die Öffentlichkeit und Interessengruppen über die Bedeutung des Naturschutzes informiert und zur Mitarbeit am Schutz bedrohter Tierarten ermutigt.

Durch die Kombination dieser Massnahmen wird in der Schweiz ein umfassender Ansatz zum Schutz bedrohter Tierarten verfolgt, um ihre langfristige Erhaltung und die Sicherung ihrer Lebensräume zu gewährleisten.

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