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Was die Zukunftsangst mit uns macht und wie wir uns helfen können

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Während die Welt daran arbeitet, eine globale Pandemie zu überwinden, ist es verständlich, dass die Angst vor der Zukunft bei vielen Menschen einen neuen Höchststand erreicht hat. Wenn Sie jedoch feststellen, dass diese Angst Ihre Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigt oder sich auf Ihren Alltag auswirkt, ist es vielleicht an der Zeit, Hilfe zu suchen.

Die Angst vor der Zukunft wird in der Psychiatrie auch als Erwartungsangst bezeichnet, welche auch in nicht postpandemischen Zeiten weitverbreitet ist. Die Zukunftsangst entsteht dann, wenn sich Menschen Sorgen machen über den Ausgang eines zukünftigen Ereignisses, das sie noch nie zuvor erlebt haben.

Die Erwartungsangst kann auch mit der Unduldsamkeit gegenüber Ungewissheit in Verbindung gebracht werden, die zu Unentschlossenheit bei großen und kleinen Entscheidungen sowie zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit ständiger Vergleiche führen kann. Diese Menschen sind oft zwanghaft dazu veranlasst, alle möglichen Ergebnisse Ihrer Entscheidungen zu überdenken. Dabei spielen sie im Kopf immer wieder Szenarien durch, um verschiedene Resultate ihrer Handlungen abzuwägen.

In diesem Artikel versuchen wir aufzudecken, wie sich die Zukunftsangst in den Gewohnheiten und Handlungen einer Person manifestieren kann. Außerdem stellen wir Ihnen einige Bewältigungsmethoden vor.

Wie kann sich eine Zukunftsangst manifestieren

Die Psychologie kennt drei Arten, wie Menschen Zukunftsangst erleben können! Es muss darauf hingewiesen werden, dass diese meist unterbewussten Methoden ein Versuch des Gehirns sind, negative Folgen künftiger Ereignisse zu bewältigen.

Vermeiden früherer schmerzhafter Erlebnisse

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Dies ist ein häufiger Grund, warum Menschen von Zukunftsangst leiden können. Negative Erfahrungen in der Vergangenheit können dazu führen, dass Menschen befürchten, dass sich dieselben Ereignisse wiederholen könnten.

Wenn die Zukunftsangst auf ein vergangenes Ereignis oder eine vergangene Erfahrung zurückgeht, ist sie oft mit Furcht verbunden, die physiologisch intensiv sein kann. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sie mit etwas Bedrohlichem oder Traumatischem einhergeht. Eine Form von Trauma ist oft die Ursache für Furcht vor der Zukunft.

Obwohl es wichtig ist, dass wir aus der Vergangenheit lernen, so ist es ebenso wichtig, in Betracht zu ziehen, dass sich die meisten Situationen auch zum Besseren verändern können.

Schützende Reaktionen

Die meisten Menschen sind mit Gefühlen der Nervosität und Vorfreude bestens vertraut. In Wirklichkeit sind jedoch auch das Gefühle, mit denen das Gehirn auf eine frühere Erfahrung zurückgreift, um uns vor einer ähnlichen zukünftigen Situation zu bewahren.

Eine internationale Studie, die Austauschstudenten während ihres ersten Auslandssemesters begleitete, ergab, dass ein moderates Maß an Erwartungsangst mit einem höheren Maß an adaptiven Ergebnissen bei den Studenten verbunden war.

Wenn Sie jedoch ein hohes Maß an Zukunftsangst erleben, können Schutzreaktionen dazu führen, dass Sie nicht mehr klar denken können. Das kann unter anderem so weit gehen, dass Menschen Angst haben, das Haus zu verlassen, oder vor den meisten sozialen Interaktionen zurückscheuen. Hat Ihre Zukunftsangst solch einen Tiefpunkt erreicht, so ist es an der Zeit, Hilfe bei einem erfahrenen Therapeuten auf diesem Gebiet zu suchen.

Vorbeugende Besorgnis

Die präventive Sorge ist ein weiterer Grund, warum viele Menschen von Zukunftsangst leiden. Dies ist immer dann der Fall, wenn Menschen beginnen, sich mit potenziellen Risiken zu beschäftigen, die sich aus etwas ergeben, das in der Vergangenheit passiert ist.

In einem Satz zusammengefasst

, Zukunftsangst beschäftigt sich immer mit Situationen, die noch nicht eingetreten sind, jedoch in den meisten Fällen ihren Ursprung in der Vergangenheit des Menschen haben.

Wege heraus aus der Zukunftsangst.

Depressionen - aus dem Artikel - Was die Zukunftsangst mit uns macht und wie wir uns helfen können
Besondere Formen der Angst: Existenzangst & Zukunftsangst – Lasea.de

Im Folgenden stellen wir Ihnen einige Möglichkeiten vor, die Ihnen helfen können, die Erwartungsangst zu bekämpfen. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass dieser Artikel in keiner Weise eine Diagnose von einem erfahrenen Psychologen ersetzen soll und nur als Leitfaden dienen kann, bis Sie angemessene Hilfe lokalisieren können.

Praktizieren Sie Achtsamkeit

Studien haben gezeigt, dass Achtsamkeit die Emotionsregulierung verbessern kann, was für den Stressabbau äußerst hilfreich ist.

Außerdem verbessert sie nachweislich die Wahrnehmung der Gegenwart, was besonders für Menschen, die von Zukunftsangst leiden, wichtig ist. Weitere Forschungen ergaben, dass Achtsamkeit möglicherweise Teile des Gehirns verändern kann, um die Selbstwahrnehmung zu verbessern.

Wiederholen Sie Mantras

Viele Menschen wissen bereits, dass die Selbstgespräche, die wir tagein, tagaus mit uns selbst führen und die Art wie wir über uns denken, eine große Rolle bei unserem Empfinden spielen. Mantras können hierbei eine kurzfristige Lösung sein. Obwohl Mantras keine dauerhafte Erleichterung bringen, helfen sie kurzfristig doch, Ihre Zukunftsangst ein wenig zu mildern.

Wiederholen Sie Dinge wie:

  • „Ich bin sicher.“
  • „Ich bin vollkommen geschützt.“
  • „Alles ist gut.“

Sport betreiben

Bewegung, vorwiegend das Ausprobieren neuer Bewegungsformen oder Übungen, die auch Achtsamkeit beinhalten, wie zum Beispiel Yoga, kann Ihnen helfen, im gegenwärtigen Moment zu bleiben. Auf diese Weise sind Sie gezwungen, an die aktuelle Aufgabe zu denken, anstatt sich Gedanken über die Zukunft zu machen.

Führen Sie ein Tagebuch

Test - aus dem Artikel - Was die Zukunftsangst mit uns macht und wie wir uns helfen können
Test: Hast du Zukunftsangst? – Brigitte.de

Das Führen eines Tagebuchs kann nützlich dabei sein, die rückblickende Voreingenommenheit zu bekämpfen, bei der Sie sich in dem Gedanken verfangen, dass Sie vergangene Ereignisse besser meistern hätten sollen.

Das Führen eines Tagebuchs hat unendlich viele Vorteile. Um nur einen davon zu erwähnen, indem Sie Ihre Gedanken in dem Tagebuch festhalten, bekommen Sie erstens mehr Klarheit über das, was in Ihrem Kopf gerade läuft und zweitens, Sie entlasten Ihr Gehirn. Ihre Gedanken müssen nicht unaufhörlich um dieselben Zukunftsängste kreisen, denn Sie haben sie niedergeschrieben und somit aus Ihrem Kopf gebracht. Wenn Sie unbedingt müssen, können Sie immer zu Ihrem Tagebuch zurückgehen und über Ihre Ängste nachlesen. Auf diese Weise trägt das Führen eines Tagebuchs dazu bei, mehr Fokus auf den gegenwärtigen Moment sowie auf positive Aspekte der Gegenwart und Zukunft zu lenken.

Suchen Sie einen Therapeuten auf

Ganz gleich der Grund Ihrer Zukunftsangst, es ist wichtig, dass Sie einen Therapeuten aufsuchen, der Ihnen helfen kann. Besonders hilfreich wäre es, einen Therapeuten zu finden, der sich auf die Behandlung von Trauma und Angstbewältigung spezialisiert.

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